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Scheidentrockenheit

Eine gesunde Vagina produziert ein geruch- und farbloses Sekret zur natürlichen Selbstreinigung. Auch bei sexueller Erregung wird vermehrt Sekret gebildet. Doch manchmal bleibt die erhöhte Sekretproduktion aus und die Vagina neigt zu Trockenheit. Scheidentrockenheit ist ein Tabuthema. Doch es lohnt sich, das Problem anzusprechen.

Bei sexueller Erregung wird in der Scheide ein klares farbloses und geruchloses Sekret gebildet (Lubrikation). Die Scheide wird feucht, damit Geschlechtsverkehr stattfinden kann und die Frau Spaß am Sex hat. Bleibt die Scheide jedoch trocken, wird der Geschlechtsverkehr von vielen Frauen als unangenehm empfunden oder kann sogar schmerzhaft sein.


Nicht selten entstehen bei trockener Scheidenhaut beim Verkehr kleine Risse. Keime können eindringen und es kann zu Entzündungen kommen.

Viele Frauen haben Probleme damit, beim Sex feucht zu werden. Meist ist mangelnde körperliche Erregung der Grund dafür. Die weibliche Lust ist sehr komplex und eine trockene Vagina kann auftreten, wenn die Frau zu sehr „im Kopf“ bzw. „mit ihren Gedanken woanders“ ist. Gegenseitiges Vertrauen und Offenheit sind wichtig für guten Sex. Sich auf den Partner zu konzentrieren und offen mit ihm über sexuelle Fantasien und Wünsche zu sprechen, kann Wunder wirken und die Lubrikation ankurbeln.

Bleibt die Scheide trotz gegenseitigen Vertrauens und körperlichen Verlangens trocken, können andere Gründe dahinterstecken. Übertriebene Intimpflege kann die natürliche Befeuchtung der Scheide stören. Deshalb solltest du auf häufiges Waschen verzichten und nur Pflegeprodukte mit niedrigem pH-Wert anwenden.


Manchmal bleibt die Scheide auch aus anderen Gründen trocken: Wer Tampons zu häufig wechselt, den Intimbereich oft epiliert oder sehr enge Kleidung trägt, riskiert ebenfalls ein Austrocknen der Vaginalschleimhaut. Eine weitere mögliche Ursache ist mangelndes Östrogen. Östrogen ist das weibliche Geschlechtshormon. Durch einen sinkenden Östrogenspiegel bildet sich die Schleimhaut der Scheide zurück und die Vaginalhaut wird dünner. Dies geschieht ganz natürlich in der Menopause, kann aber auch eine Nebenwirkung sehr niedrig dosierter Antibabypillen sein.

Zur Behandlung von Scheidentrockenheit können spezielle Gele und Cremes direkt in der Scheide angewandt werden. Wichtig ist auch, möglichst atmungsaktive Unterwäsche und lockere Kleidung zu tragen. Doch auch die Ernährung spielt eine Rolle: Gesunde Fette sind für einen konstanten Östrogenspiegel in der Scheide wichtig und helfen gegen Scheidentrockenheit. Dein Arzt kann entsprechende Nahrungsergänzungsmittel oder sinnvolle Arzneien empfehlen.

Was brauchen Frauen, um Lust zu verspüren? Was hat die Vaginalflora mit Fahrradfahren zu tun? Mehr zum Thema Scheidentrockenheit und was du dagegen tun kannst, kannst du hier auf Englisch lesen.

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http://www.doctissimo.fr/html/sexualite/mag_2003/mag0905/se_6962_secheresse_vaginale_solutions.htm
https://www.santemagazine.fr/sante/fiche-maladie/secheresse-vaginale-177313
https://www.mayoclinic.org/symptoms/vaginal-dryness/basics/definition/sym-20151520
https://www.womens-health-concern.org/help-and-advice/factsheets/vaginal-dryness/
https://www.nhs.uk/news/lifestyle-and-exercise/uk-survey-finds-around-1-in-13-women-report-pain-during-sex/
https://www.medicalnewstoday.com/articles/322537.php
https://forevher.healthywomen.org/facts-to-know-questions-to-ask/when-sex-hurts/
https://www.everydayhealth.com/sexual-health/vaginal-dryness.aspx